Klar und eindeutig reden

„Denken Sie nicht an einen rosaroten Elefanten“

Das Phänomen kennen Sie bestimmt. Ich sage Ihnen: „Denken Sie nicht an einen rosaroten Elefanten“- und was passiert? Sie haben einen rosaroten Elefanten vor Augen. So klar uns dieses Beispiel ist, genauso unklar scheint es uns oft im Alltag oder Berufsleben zu sein. Wie häufig machen wir genau das. „Rede nicht immer so laut.“ „Komm nicht immer zu spät.“, „Werden Sie nicht zu emotional und persönlich.“, „Lassen Sie sich nicht dazu verleiten Ihren Standpunkt zu verlieren.“ Ihnen fallen bestimmt noch weitere Beispiele und Situationen ein, in denen Sie genau das machen. Sie reden von Dingen, die Ihr Gegenüber nicht machen sollte, anstatt davon zu reden was Sie sich vom anderen wünschen oder mit Ihrer Aussage erreichen wollen.

Schlüsselwortstrategie – wir hören auf Inhaltswörter

Denken wir den Gedanken einmal weiter. Wenn wir bei der Aussage „Denke nicht an einen rosaroten Elefanten“ an einen rosaroten Elefanten denken, dann greift unser Gehirn also die Wörter „rosarot“ und „Elefant“ auf. Das Wörtchen „nicht“ scheint uns dabei völlig unerheblich zu sein – zumindest bei unserer ersten Assoziation. Der Grund hierfür liegt in unserem hochkomplexen und zugleich faszinierenden Sprachverarbeitungssystem, das darauf aus ist in möglichst kurzer Zeit eine Aussage zu verstehen. Aus diesem Grund fixiert es sich zunächst auf aussagekräftige Inhaltswörter. Genau dieses Phänomen können Sie bei Kindern im Alter von 12 bis 18 Monaten beobachten. Sie orientieren sich an zentralen Inhaltswörter, um die Bedeutung des Gesagten zu verstehen. Umso wichtiger ist eine klare Aussage, wenn wir mit kleinen Kindern reden. Doch auch in der Kommunikation mit Erwachsenen ist diese Erkenntnis entscheidend und wir sollten sie uns viel häufiger zu Nutze machen.

Reden Sie klar und eindeutig

„Rede bitte etwas leiser.“, „Komm das nächste Mal bitte etwas pünktlicher.“ und „Bleiben Sie sachlich.“ Diese Aussagen sind klar und eindeutig und zeigen dem Gegenüber was das eigentliche Anliegen ist. Im Vergleich zu den vorher aufgeführten „Nicht-Botschaften“ kommen diese Äußerungen unmissverständlich beim Gesprächspartner an. Der eigentliche Wunsch, dass mein Gegenüber leiser spricht, pünktlicher ist und sachlich bleibt wird nun dargestellt.

Versuchen Sie doch gleich bei Ihrem nächsten Gespräch darauf zu achten klar und eindeutig zu kommunizieren. Egal, ob Sie mit Ihrem Vorgesetzten, Mitarbeiter, Kollegen oder Freund reden – es lohnt sich auf jeden Fall.

Auch ich sollte das direkt einmal versuchen, denn eigentlich wollte ich Ihnen sagen: „Denken Sie an eine schwarz-gelb gestreifte Biene“.

 

 

 

 

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Sabrina Adams
Sabrina Maru Adams

Kommunikationscoach, Wirtschaftspsychologin.

Seit 2011 begleite ich Unternehmer:innen, Selbstständige, Führungskräfte und Angestellte auf ihrem Weg zu einer bewussten und klaren Kommunikation und einem selbstsicheren und souveränen Auftreten, das zu ihnen passt. Erfahre mehr über mich und folge mir auf Instagram und Linkedin.

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