Smalltalk – So lernst du mit Leichtigkeit andere Menschen kennen

Katharina JöbstlCoaching, Kommunikation, PersönlichkeitLeave a Comment

Gruppe von Menschen, die Smalltalk führt

Kennst du das? Du bist auf einer Konferenz, einem geschäftlichen Event oder gehst zu einer Veranstaltung und deine Verabredung lässt dich warten? Du kennst niemanden und fragst dich: Wie gehe ich das nun an? Was soll ich denn nur sagen? Wie fange ich ein Gespräch an oder wie gehe ich auf Leute zu? Und das ist vor allem dann verzwickt, wenn du gerade sowieso nicht unbedingt Lust hast, in einen Austausch mit fremden Menschen zu gehen.  

In diesem Beitrag geht es darum, wie du ganz einfach Smalltalk führen kannst. Wenn auch du das Gefühl kennst, dass dir Smalltalk schwerfällt und du nicht weißt, wie du ein Gespräch mit fremden Menschen beginnen kannst, dann ist dieser Beitrag hilfreich für dich.

In meiner Arbeit als Kommunikationstrainerin kommt das Thema Smalltalk immer wieder auf. Ich habe schon oft die Frage gestellt bekommen „Sabrina, ich habe Probleme mit Smalltalk. Wie kann ich denn auf Menschen zugehen oder wie kann ich ganz locker ein Gespräch beginnen? Vor allem, wenn ich mein Gegenüber nicht kenne und noch nicht einmal so wirklich weiß, worüber ich mit der Person sprechen soll.“ 

Die häufigste Frage ist: „Womit fange ich denn an? Wenn ich erst einmal drin bin, wenn dann bereits ein kurzer Austausch stattgefunden hat, dann geht das irgendwie. Dann habe ich eine Ahnung, worüber ich rede und dann mache ich mir auch nicht mehr so viele Gedanken. Aber dieser Anfang. Also wie schaffe ich es, ein vernünftiges Gespräch zu beginnen?“ Hierzu gibt es unterschiedliche Dinge, die dir helfen können.  

Was sind deine Gedanken in dem Moment? Was geht dir durch den Kopf, wenn du mit Menschen in den Smalltalk gehen willst?  

Stell dir vor, du bist auf einer Party, du kennst niemanden oder du kennst vielleicht nur ganz wenige Leute und möchtest jetzt mit Menschen, die dir unbekannt sind, ins Gespräch kommen. Was denkst du? Vielleicht fragst du dich: Worüber soll ich denn reden? Wie kann ich denn jetzt auf ihn oder sie zugehen? Das fühlt sich irgendwie blöd an. Jeder redet, nur ich stehe nebendran und weiß nicht so recht, wie ich mich integrieren kann. Nimm diese Gedanken wahr. Achte ganz bewusst darauf und du wirst feststellen, dass bestimmt auch noch andere Gedanken dabei sind als diese.  

Sei wirklich offen für all deine Gedanken. Vielleicht wird dir dann irgendeine Frage begegnen. Du wunderst dich zum Beispiel über irgendetwas, das du beobachtest. Dann kann das ein Thema sein, mit dem du startest. Oder lasse die Erlebnisse des Tages Revue passieren. Was hast du an dem Tag erlebt? Oder in der Stunde davor? Oder in der ganzen Woche? Hier können Themen dabei sein, die deinen Eintritt in einen Smalltalk erleichtern.  

Es kann sowas Banales sein wie: Es schüttet draußen und du hast den Regenschirm vergessen und bist klitschnass geworden. Es kann etwas völlig Belangloses sein, was aber präsent in deinen Gedanken umherschwirrt und darüber trittst du in das Gespräch ein, weil dein Gegenüber vielleicht genauso klatschnass aussieht. Oder du interessierst dich für Fußball, warst bei einem Fußballspiel und hattest ein Erlebnis, das dir gefallen hat. Dann kann auch das ein Thema sein, worüber du ins Gespräch kommst. Gedanken und Erlebnisse, Dinge, die dich beschäftigen, sind ganz oft der Schlüssel zur Lösung.  

Einen Smalltalk führen oder, vor allem, einen Smalltalk beginnen, kannst du verbal und nonverbal.  

Du kannst mit Menschen in Kontakt treten, indem du nonverbal kommunizierst, indem du zum Beispiel den Blickkontakt herstellst oder auf jemanden zugehst. Oder dich neben jemanden stellst und zuhörst. Das ist, wenn du es so willst, der Beginn eines Smalltalks auf nonverbaler Ebene. Damit kommunizierst du nonverbal: Ich interessiere mich für dich. Ich finde es spannend was du erzählst, ich höre mal zu. Den Blickkontakt herzustellen ist das Gleiche.  

Es kann auch sein, dass du anfängst zu lachen. Jemand erzählt etwas, das du witzig findest und du lachst. Auch das ist eine nonverbale Kommunikation. Oder du runzelst die Stirn, so nach dem Motto: Okay, das sehe ich vielleicht anders. Oder: Das ist spannend. Und auch dadurch sendest du Signale und trittst in Kommunikation mit deinem Gegenüber. Das kann dann bewirken, dass dein Gegenüber etwas erwidert und die Frage stellt: Warum runzelst du die Stirn?  

Und siehe da, schon bist du in das Gespräch involviert. Also versteife dich nicht nur auf die verbale Kommunikation, sondern siehe das große Ganze. Die verbale und die nonverbale Kommunikation. 

Und jetzt kommen wir zu dem aller wichtigsten Punkt, wenn es um das Thema Smalltalk geht. Das Interesse an deinem Gegenüber ist entscheidend.  

Hab Interesse an den Menschen, die sich gerade in diesem Raum befinden und an der Person, mit der du Smalltalk führen möchtest. Hab ehrliches Interesse. Wie ist er denn wohl so? Wie denkt diese Person? Was für Themen interessieren ihn? Womit beschäftigt sie sich? Was für Werte vertritt der Mensch? Finde ich das gut, finde ich das nicht so gut? Finde ich ihn sympathisch? Finde ich sie unsympathisch? Rede ich gerne mit diesem Menschen? Oder finde ich es eher langweilig? Also interessiere dich echt und ernsthaft für die Menschen um dich herum. 

Stelle dir innerlich Fragen wie: Ist sie wirklich so, wie sie auf mich wirkt? Manchmal denken wir, ohne dass wir es wollen oder bemerken, oberflächlich in Schubladen, sehen jemanden und denken: Die ist bestimmt total arrogant. Oder: Die ist bestimmt super inspirierend. Frage dich, ob du damit richtig liegst. Ist der erste Eindruck tatsächlich so? Bestätigt sich der erste Eindruck oder liegst du mit dem ersten Eindruck vielleicht völlig falsch? Hab Interesse daran, wie und wer dieser Mensch ist. Wenn du ehrliches Interesse hast, dann fallen dir auch Ideen ein, wie du diesem Menschen begegnen kannst. 

Smalltalk ist eine wunderbare Möglichkeit, um Menschen kennenzulernen.  

Du möchtest nun in die Kommunikation mit diesem Menschen treten und dich austauschen. Diese Fragen wie: „Mit welchem Thema kann ich denn einen Smalltalk beginnen?“ sollte nun in den Hintergrund rücken. Es ist nicht so entscheidend, worüber du redest und wie du das Gespräch beginnst. Es geht um einen Austausch. Es geht um den Kontakt und darum, in Beziehung zu treten., sich gegenseitig kennenzulernen. Darum geht es in der Kommunikation und im Smalltalk. Smalltalk ist eine wunderbare Möglichkeit, um Menschen kennenzulernen. 

Smalltalk ist eine Möglichkeit, wildfremde Menschen kennenzulernen und mit Menschen in den Austausch zu kommen. Es ist wichtig, zu verstehen, dass es beim Smalltalk in erster Linie nicht darum geht, wie dein Gegenüber dich und deinen Gesprächsstart bewertet. Es geht in erster Linie darum Interesse zu haben und dieses auch zu zeigen. In Kontakt zu treten, sich kennenzulernen und auszutauschen. Wenn du das verinnerlichst, dann kannst und wirst du ganz anders an den Smalltalk herangehen.    

Natürlichkeit und Authentizität – zeige dich, wie du bist 

Du kannst dich so zeigen, wie du bist. Du kannst so reagieren, wie du sonst auch reagierst. Du kannst über die Dinge reden, die dich interessieren. Und wenn du gerade nicht reden möchtest oder wenn dir kein Thema einfällt, dann stell dich neben diese interessante Person oder stell dich zur Gruppe und höre zu. Auch das ist Kommunikation. Zuhören, sich interessieren und reagieren auf das, was dein Gegenüber erzählt – eben nonverbal. Damit bist du schon Teil des Smalltalks. Du bist im Austausch. Mache das auf deine ganz persönliche Art und Weise. Egal ob du extrovertiert oder introvertiert bist. Zeige dich, wie du bist.  

Hab Freude daran, sei neugierig und interessiert. Du wirst bemerken, dass es dir leichtfällt und dass du dich in dem Moment wohl fühlst in deiner Haut. Sei natürlich und verstelle dich nicht. Natürlichkeit und Authentizität sind immer Sympathieträger.   

Wie ist das bei dir? Fällt dir Smalltalk leicht oder fühlst du dich verloren inmitten von fremden Menschen und weißt nicht, wie du einen Smalltalk beginnen kannst?  Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, ich freue mich auf den Austausch mit dir. 

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