Souverän und konstruktiv – so kannst du besser mit Kritik umgehen

Sabrina AdamsCoaching, Kommunikation, PersönlichkeitLeave a Comment

Geschäftsmann übt Kritik an Mitarbeiterin

Mit Kritik umgehen ist nicht immer leicht, doch wir werden vor allem im Arbeitsleben häufig damit konfrontiert. Vielleicht bist du so richtig stolz auf etwas, präsentierst es und dein Gegenüber hat etwas daran auszusetzen.  

Wirklich? Ich habe zu schnell gesprochen? Ich wirkte unsicher und hatte viele „Ähm´s“ in meiner Rede? Habe ich das echt gemacht? 

Kritik fühlt sich für viele Menschen unangenehm an, sie sind frustriert und nehmen es sich sehr zu Herzen. Andere wiederum lassen sich davon antreiben. Deshalb möchte ich dir heute gerne meine Tipps mit auf den Weg geben, wie du konstruktiv und souverän mit Kritik umgehen und auch darauf reagieren kannst. 

Darauf kannst du achten, um später selbstbewusst mit Kritik umzugehen

Tipp #1

Gehen wir davon aus, du hältst eine Präsentation oder sprichst vor einigen Menschen. Währenddessen kannst du darauf achten,  

– wie du stehst 
– wie du gestikulierst 
– wie deine Stimme klingt 
– ob du schnell oder langsam redest 
– ob du Pausen machst 
– ob du flüssig redest 
– ob du häufig „Ähm“ sagst 

Wichtig ist jedenfalls, dass du dich selbst genau wahrnimmst. Dadurch ist deine eigene Wahrnehmung in diesem Moment so geschärft, dass du weißt, was du machst. Genau das ist der erste Schritt, um besser mit Kritik umgehen zu können.  

Tipp #2

Stelle die Bewertung wie „das finde ich gut“, „das lief total schlecht“ oder „das könnte besser sein“ zunächst in den Hintergrund. Beschreibe erst für dich selbst, was du gerade tust und wie du gesprochen hast. Beispiele dafür könnten sein: 

– anfangs bin ich oft nach links oder rechts gelaufen 
– meine Hände waren zunächst in den Hosentaschen 
– später habe ich meine Hände bewegt 
– ich habe oft „Ähm“ gesagt 

Tipp #3

Du kannst dir auch genau aussuchen, welche Bereiche du genauer analysierst. Betrachtest du nur deine Körpersprache? Achtest du eher auf deine Stimme oder auf beides zusammen? Erst dann kommt deine persönliche Bewertung. Du bewertest dann für dich selbst, wie du beispielsweise deine Körpersprache fandest. Fandest du sie gut, weil sie besonders lebendig wirkte? Fandest du dein Sprechtempo genau passend? Oder haben dich im Nachhinein deine vielen „Ähm´s“ gestört? 

So findest du heraus, was gut war oder was du vielleicht verändern möchtest. Wenn du dann eine für dich negative Rückmeldung dazu bekommst, kannst du ganz anders und selbstbewusst mit dieser Kritik umgehen.  

Diese Möglichkeiten hast du, um besser mit Kritik umgehen zu können 

Du hörst dir zunächst das an, was dein Gegenüber in eurem Gespräch sagt und hast dann verschiedene Möglichkeiten. 

Entweder die Kritik deckt sich nicht mit dem, was du wahrgenommen hast. Du kannst deinem Gegenüber sagen, dass du diese Ansicht sehr interessant findest und es selbst anders wahrgenommen hast. Du kannst auch fragen, ob dein Gegenüber noch etwas genauer beschreiben kann, warum du beispielsweise unsicher gewirkt hast oder warum sie dir schlecht folgen konnte. 

Oft bekommen wir einfach nur eine Kritik mit der jeweiligen Bewertung zu hören, dass etwas gut oder schlecht ist. Eine Beschreibung bzw. eine Begründung dafür fehlt aber meist. Genau danach kannst du dich erkundigen. Vielleicht findest du dann, dass diese Person richtig liegt, da du das so noch gar nicht betrachtet hast. Für dich selbst waren deine Bewegungen vielleicht lebendig, während das auf andere Menschen wiederum hektisch wirkt.  

Du kannst es aber auch anders sehen als deine Kritiker und ihnen das in einem normalen Ton sagen. Erkläre deine Ansicht auch gerne, dass dich dein Gegenüber ebenfalls verstehen kann. Die Kritik kannst du dann für dich annehmen, zustimmen, über eine Veränderung nachdenken oder Fragen stellen.  

Oder du nimmst diese Kritik nicht an. Du hast eine andere Meinung und das ist völlig in Ordnung. Wir haben alle unterschiedliche Ansichten oder Meinungen und nichts davon ist richtig oder falsch. Würdest du dir 20 Rückmeldungen einholen, wären diese mit Sicherheit nicht alle gleich.  

Wenn du also weißt, wie du während deines Vortrags gesprochen hast, kannst du souverän mit Kritik umgehen. 

Du selbst entscheidest, ob du eine Kritik annimmst oder nicht

Ich persönlich finde die Entscheidung sehr wichtig, ob du eine Kritik annehmen möchtest oder eben nicht. Das entscheidest du allein und nicht dein Gegenüber. Überlege dir, ob dich eine Kritik weiterbringt und ob sie ein Mehrwert ist. Ist das nicht der Fall, nimm sie nicht an. Beginne dann bitte nicht damit, an dir zu zweifeln. Wenn du für dich eine Entscheidung getroffen hast und dich gut fandest, gibt es auch keinen Grund für Selbstzweifel. 

Wie gehst du bisher mit Kritik um? Hast du einen gewissen souveränen Umgang damit schon gelernt? Oder zieht dich ein negatives Feedback sehr runter? Ich freue mich auf deine Erfahrungen in den Kommentaren.  

Möchtest du noch daran arbeiten, souverän und konstruktiv mit Kritik umgehen zu können? Dann helfe ich dir von Herzen gerne dabei. Du bekommst von mir individuelle Tipps, die genau zu deiner aktuellen Situation passen. Vereinbare dafür einfach ein kostenloses Erstgespräch. Wir lernen uns etwas besser kennen und können besprechen, was du erreichen möchtest.  

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