Ich hör mir nicht gerne zu – 3 Gründe, warum du deine Stimme nicht magst

Sei mal ganz ehrlich: Magst du deine eigene Stimme? Gefällt sie dir? Oder gefällt sie dir eher weniger?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen ihre eigene Stimme nicht wirklich mögen. Das finde ich sehr schade, denn deine Stimme drückt deine Persönlichkeit aus. Sie ist genauso einzigartig, wie du einzigartig bist. Deshalb wäre es so wertvoll, wenn du deine eigene Stimme und damit das, was dich persönlich ausmacht, magst, liebst und sogar großartig findest.

Heute erfährst du von mir, woran es liegen kann, warum du deine Stimme nicht magst. Zudem bekommst du hilfreiche Tipps, wie du dich doch noch mit deiner Stimme anfreunden kannst.

1. Erfahrungswerte können beeinflussen, ob wir unsere Stimme mögen oder nicht

Wenn wir auf die Welt kommen, finden wir uns toll, wie wir sind. Wir mögen es, unsere Stimme zu zeigen und sie auszuprobieren. Kinder stellen sich vor uns und singen ohne Hemmungen einfach los. Sie finden sich gut und zweifeln nicht an sich.

Dass wir unsere Stimme irgendwann nicht mehr mögen oder schlecht darüber denken und reden, liegt daran, dass wir vermutlich Erfahrungen gemacht haben. Diese zeigen uns, dass unsere Stimme eigentlich gar nicht so gut ist. Wir finden sie zu hoch, zu tief, zu laut oder zu leise. Wir behaupten über uns, dass wir nicht singen können.

Uns haben also irgendwelche Menschen irgendwelche Dinge gesagt. Daran glauben wir dann plötzlich. Diese Dinge werden auf einmal zu unserer Wahrheit. Dann glauben wir nicht mehr daran, dass wir eine tolle Stimme haben und sie gerne mögen. Wir zweifeln an uns, verlieren das Selbstvertrauen, die Sprechfreude und trauen uns nicht mehr, mit unserer Stimme hörbar zu sein.

Hierbei geht es jetzt nicht um Familie und Freunde. Aber vor anderen Menschen beispielsweise auf einer Bühne zu sprechen, trauen wir uns aufgrund dieser Erfahrungen nicht. Die Menschen könnten ja hören, wie schlimm unsere Stimme ist, dass wir nicht gut sprechen oder singen können. Diese Erfahrung möchten wir nicht machen. Aber wir hinterfragen das leider auch gar nicht.

So kannst du deine Stimme richtig kennenlernen

Hast du dich schon mal gefragt, wie du deine Stimme findest? Also nicht, was andere darüber sagen, sondern nur du selbst. Hör mal genau hin und nimm deine Stimme achtsam wahr:

– Wie klingt denn deine Stimme?
– Was ist deine Stimme?
– Wie findest du das, was du hörst?
– Wie würdest du deine Stimme beschreiben?

Für eine ehrliche Antwort versuchst du am besten, völlig bei dir zu sein. Denke dabei nicht an Bewertungen anderer Menschen.

Stell dir vor, du bist gerade auf einer einsamen Insel. Es gibt nur dich und keine anderen Menschen. Wie findest du es, wenn du losgelöst von anderen deine eigene Stimme bewertest?

Du wirst sehen, wie interessant es ist, deine eigene Stimme zu beschreiben. Dafür darfst du singen, sprechen und alles machen, was dir mit deiner Stimme einfällt. Erst dann kannst du etwas über deine Stimme denken, wenn du dich mit ihr befasst hast.

2. Vielleicht sprichst du nicht in deiner ureigenen Stimme

Es ist gut möglich, dass du nicht in deiner Indifferenzlage sprichst. Das ist die Stimmlage, in der du mit deiner eigenen, natürlichen Stimme sprichst. Du hast eine völlig andere Indifferenzlage als ich. Das liegt daran, dass deine Stimmbänder anatomisch anders sind als meine. Wenn du in deiner eigenen, authentischen Stimmlage sprichst, ist es deine echte Stimme. Das strahlt Authentizität aus und ist genau die Stimme, die auch zu dir passt.

Es passiert aber oft, dass wir diese Stimmlage beim Sprechen verlieren. Dann sprechen wir anders und nicht mehr in unserer ureigenen Stimmlage. Vielleicht sprichst du dann etwas zu hoch und schon hörst du dich ganz anders an. Diese Stimme passt dann gar nicht wirklich zu dir. Dein Gefühl sagt dir automatisch, dass du diese Stimme nicht so schön findest. Das liegt wohl daran, dass du eigentlich anders sprechen würdest.

Es ist von deiner Körperphysiologie gar nicht so gewollt, dass du deine Stimme verstellst. Denn das ist wesentlich anstrengender und belastender für deine Stimme. Du hast dir etwas angewöhnt, was nicht natürlich ist.

So findest du heraus, ob du natürlich sprichst

Fällt es dir leicht zu sprechen? Ist es anstrengend oder schwer? Erkennst du dich in dieser Stimme? Oder hast du das Gefühl, dass du früher mal völlig anders gesprochen hast?

Vermutlich fällt dir bei diesem Test etwas auf. Vielleicht findest du dadurch eine Stimmlage, die sich für dich völlig leicht und natürlich anfühlt. Das ist dann deine ureigene Stimmlage, die sozusagen für dich bestimmt ist.

3. Du hörst deine eigene Stimme über Audio oder Video

Genau das gelingt dir in meinem Sichtbarkeitskurs. Darin helfe ich dir, deinen einzigartigen

Du kennst es bestimmt. Du hörst deine Stimme von einer Aufnahme, wie einem Anrufbeantworter, deinen Sprachnachrichten oder einem Video. Vermutlich hast du dir dabei schon oft gedacht, wie schrecklich deine Stimme klingt.

Lass dich davon nicht täuschen. Das ist ganz einfach erklärbar. Wenn du dich selbst im Alltag sprechen hörst, hörst du deine Stimme immer über zwei Leitungen. Das ist einmal die Knochenleitung in dir zum Innenohr und einmal die Luftleitung über das Außenohr nach innen. Diese beiden Leitungen bewirken einen bestimmten Höreindruck für dich und deine Stimme. Das bist du gewohnt, denn so hörst du dich immer.

Plötzlich hörst du deine Stimme über eine Aufnahme. Dann hörst du deine Stimme nur über die Luftleitung. Eine Aufnahme kann nicht die Knochenleitung abbilden. Das heißt also, andere können dich niemals so hören, wie du dich selbst hörst. Andere hören dich nur über die Luftleitung.

Durch dieses ungewohnte Gefühl bewertest du es automatisch als negativ. Wenn dir diese Thematik aber klar ist, kannst du dich auch daran gewöhnen. Dann wird sich die Bewertung über deine Stimme garantiert verändern.

So gewöhnst du dich an deine aufgenommene Stimme

Hör dir immer wieder Aufnahmen deiner Stimme an. Spiel dafür beispielsweise wiederholt deine eigenen Sprachnachrichten ab. Du wirst sehen, wie schnell du dich an den Klang deiner Stimme gewöhnst. Irgendwann gleicht sich das in deinem Gehirn an.

Die Diskrepanz zwischen deiner Stimme, wenn du normal sprichst und dich auf Aufnahmen hörst, ist auf einmal gar nicht mehr so hoch. Dann bewertest du deine Stimme automatisch völlig anders.

Wenn du möchtest, dass andere dir gerne zuhören, ist es essentiell, dass du dir selbst gerne zuhörst

Ich wünsche mir für dich, dass du deine Stimme magst. Denn sie ist ein wertvoller Teil deiner Persönlichkeit. Sie transportiert dich nach außen und macht dich sowohl hörbar als auch sichtbar.

Lass dir die Einzigartigkeit deiner Stimme nicht kaputtmachen, weil dir irgendjemand irgendetwas gesagt hat, das du als deine Wahrheit angenommen hast. Wenn wir noch klein sind, nehmen wir viele Dinge an, ohne etwas zu hinterfragen. Heute darfst du aber deine Glaubenssätze über dich oder andere immer wieder neu hinterfragen. Vielleicht hast du einfach etwas übernommen und denkst seitdem, dass es deine Wahrheit ist.

Ich freue mich, wenn du deine Stimme mit diesen Infos und Tipps nun positiv bewerten kannst.

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Sabrina Adams
Sabrina Maru Adams

Kommunikationscoach, Wirtschaftspsychologin.

Seit 2011 begleite ich Unternehmer:innen, Selbstständige, Führungskräfte und Angestellte auf ihrem Weg zu einer bewussten und klaren Kommunikation und einem selbstsicheren und souveränen Auftreten, das zu ihnen passt. Erfahre mehr über mich und folge mir auf Instagram und Linkedin.

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