Sichtbarkeit – so zeigst du anderen, dass sie von dir gesehen und gehört werden

Heute möchte ich dir gerne zeigen, wie du anderen Menschen bewusst machst, dass sie von dir gesehen und gehört werden. Zudem erkläre ich dir, warum wir im Erwachsenenalter unsere Einzigartigkeit meist nicht mehr so gut zeigen, wie im Kleinkindalter.

Menschen kommen zu mir, weil sie eine klangvollere und ausdrucksstärkere Stimme haben möchten. Sie wollen deutlicher sprechen und besser verstanden werden. Sie wünschen sich mehr Präsenz, Überzeugungskraft und Ausstrahlung. Sie wollen ihre Gedanken zum Ausdruck bringen und ihr Inneres nach außen tragen.

Doch was steckt hinter diesen Zielen und Wünschen des wirkungsvolleren Sprechens? Dahinter steckt häufig der Wunsch und das Bedürfnis, gesehen und gehört zu werden.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir auf diese Welt kommen, um uns selbst zum Ausdruck zu bringen

Wir kommen hierher, damit wir uns selbst leben und das, was unsere Persönlichkeit ausmacht. Das sieht man an kleinen Kindern und Babys so deutlich, wie sie sich selbst leben, sich zeigen und sichtbar sind mit allem was sie ausmacht. Kleinkinder und Babys haben ein vollkommenes Selbstwertgefühl. Sie wissen, sie sind großartig, richtig und wunderbar so, wie sie eben sind.

So sind wir alle auf die Welt gekommen. Wir wollen uns zeigen, sichtbar werden und gesehen und gehört werden – wie wir sind. Denn wir wollen uns ja ausdrücken, etwas erschaffen, gestalten und kreieren. Ich glaube, dass wir am meisten Wert für diese Welt erschaffen, wenn wir uns selbst leben. Wenn wir unsere Einzigartigkeit ausdrücken und das tun, was wir lieben.

Doch warum verändert sich das mit der Zeit?

Leider wird es immer mehr kaputt gemacht, dass wir unsere Einzigartigkeit zeigen. Wir bekommen Dinge zu hören wie:

– „Du bist immer so wild und laut“

– „Zeig dich doch mal mehr, du bist immer so schüchtern“

– „Du redest zu schnell“

– „Du redest zu langsam“

– „Deine Stimme ist komisch“

– „Du kannst dies oder jenes nicht“

Und dann zweifeln wir immer mehr an uns. Wir verlieren dieses Strahlen, den Ausdruck und die Ausstrahlung, die kleine Kinder haben. Kleine Kinder sind zu 100 % im Gefühl. Dieses Gefühl sagt ihnen, dass sie wertvoll sind. Dieses Selbstbewusstsein leuchtet in den Kinderaugen. Denn kleine Kinder haben noch ein richtiges Funkeln und einen unfassbaren Ausdruck in den Augen. Das nimmt mit der Zeit immer mehr ab, was ich unglaublich schade finde.

Dann wollen wir uns gar nicht mehr zeigen und trauen uns nicht mehr sichtbar zu werden. Wir haben nämlich Angst davor, kritisiert oder negativ bewertet zu werden. Dann zeigen wir uns nicht mehr so, wie wir sind und drücken unsere Stimme nicht mehr so aus, dass sie hörbar wird. Unsere Stimme wird auf einmal zittrig, höher, leise oder laut. Sie verändert sich und drückt nicht mehr frei das aus, was sie eigentlich ausdrücken möchte.

Ich wünsche mir so sehr, dass ganz viele Menschen erkennen, wer sie sind, was für eine Persönlichkeit sie haben. Dass sie genau das wieder lieben und schätzen, sich selbst großartig finden und zeigen, was ihre Persönlichkeit ausmacht. Dann können sie wieder gehört und gesehen werden. Und zwar so, wie sie sind. Nicht so, wie andere, die Gesellschaft, der Partner, die Eltern oder der Vorgesetzte sie gerne hätten.

Deswegen möchte ich dir gerne meine Tipps geben, wie du andere darauf aufmerksam machst, dass du sie hörst oder siehst. So wie sie wirklich sind und nicht so, wie du sie gerne sehen würdest.

6 Wege, wie du anderen zeigen kannst, dass du sie siehst und hörst

1. Aufmerksames zuhören

Höre deinem Gegenüber interessiert, offen und neugierig zu. Sei in dem Moment präsent, achtsam und aufmerksam im Hier und Jetzt. Höre genau zu, was dein Gegenüber zu sagen hat, wie es dieser Person geht, was sie fühlt und sie bewegt. Achte darauf, dass du nicht sofort dich selbst einbringst, wie: „Ach das kenne ich. Das geht mir auch so“. Sondern bleibe im Moment des Zuhörens bei deinem Gegenüber.

2. Blickkontakt

Schau dein Gegenüber unbedingt an. Denn in diesem Moment zeigst du, dass du dich für diese Person interessierst und bei ihr bist. Schaust du die Person nicht an, siehst du gar nicht, wie es ihr oder ihm gerade geht. Du siehst weder Mimik noch Körpersprache, was ein sehr großer Teil unserer Kommunikation ist.

3. Eine zugewandte Körpersprache

Wende dich deinem Gegenüber nicht nur mit den Ohren, sondern dem gesamten Körper zu. Zeig das gerne in der Körpersprache. Das wirst du automatisch tun, wenn du dich achtsam und wirklich interessiert zuwendest. Du kannst genauso gut mit dieser bewussten, zugewandten Körpersprache in die Aufmerksamkeit und Präsenz kommen.

4. Annahme und Akzeptanz

Nehme dein Gegenüber so an und akzeptiere die Person so, wie sie ist. Das heißt nicht, dass du alles, was die Person sagt, gut findest oder der gleichen Meinung sein musst. Es geht allein um die Annahme und Akzeptanz des Menschen. Für mich ist jeder Mensch gleichwertig und wir sollten den Menschen so annehmen, wie er ist mit seiner einzigartigen Persönlichkeit. Trotzdem müssen wir nicht alles annehmen und akzeptieren, was dieser Mensch tut.

5. Wertschätzend sprechen

Die Wertschätzung ist eine sehr wichtige Haltung, um gelungene Gespräche zu führen. Wertschätzend sprechen kannst du vor allem, indem du die Wertschätzung als Haltung einnimmst. Wenn es dir schwerfällt, diese Wertschätzung beim Sprechen auszudrücken, hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst entweder in dieses Gefühl eintauchen, wie sich für dich Wertschätzung anfühlt. Du kannst dich aber auch in eine bestimmte Situation hineindenken, in der du Wertschätzung erfahren hast. Wenn das noch nicht reicht, fühle und denke dich in den Auslöser hinein, was zu deiner erlebten Wertschätzung geführt hat. Dann wirst du merken, dass sich genau das in dein Sprechen integriert.

6. Einfühlsam begegnen

Begegne deinen Mitmenschen feinfühlig. Damit ist gemeint, dass du ein Gespür dafür hast, wie es deinem Gegenüber mit etwas geht. Ein Gespür, wie die Stimme klingt, wie die Körpersprache ist und was dein Gegenüber sagt. Was sagt dein Gegenüber, dass du ein feines Gespür für das Erleben und das Empfinden dieser Person hast? Natürlich ist das eine Interpretation. Du weißt immerhin nicht, ob das, was du siehst auch das bedeutet, was du denkst. Doch wichtig ist, dass du das erstmal wahrnimmst, wie du dein Gegenüber erlebst. Dann hast du die Möglichkeit nachzufragen, ob das so stimmt. Beispielsweise, ob die Person traurig ist, sich Gedanken oder Sorgen macht oder, dass es der Person gutgeht.

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Zeigst du anderen bereits, dass du sie siehst und hörst? Dass du sie so wahrnimmst, wie sie sind? Dann lass es mich sehr gerne in den Kommentaren wissen. Bestimmt gefällt es dir auch selbst, wenn dich andere wirklich wahrnehmen. Genau so freut sich dein Gegenüber, wenn du ihm diese Aufmerksamkeit schenkst.

Geht es dir auch so, dass du gerne so gesehen und gehört werden möchtest, wie du bist?

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Sabrina Adams
Sabrina Maru Adams

Kommunikationscoach, Wirtschaftspsychologin.

Seit 2011 begleite ich Unternehmer:innen, Selbstständige, Führungskräfte und Angestellte auf ihrem Weg zu einer bewussten und klaren Kommunikation und einem selbstsicheren und souveränen Auftreten, das zu ihnen passt. Erfahre mehr über mich und folge mir auf Instagram und Linkedin.

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