Smalltalk lernen – Themen, Fragen und Beispiele, um Menschen kennenzulernen

Smalltalk ist eine wichtige Schlüsselkompetenz im Job und stellt viele Menschen vor eine Herausforderung. Wie führt man gute Gespräche mit Menschen, die man nicht kennt? Vor allem: braucht es dieses langweilige Gequatsche überhaupt? Smalltalk ist eine Brücke der Kommunikation, mit der du Vertrauen schaffst.

Wie kannst du mit jemandem ins Gespräch kommen und worüber kannst du sprechen? Diese Fragen wirst du dir am Ende dieses Beitrags vermutlich nicht mehr stellen. Denn du hast Klarheit darüber, was Smalltalk ist, welche Bedeutung Smalltalk hat und wie du das Gespräch beginnen, führen und beenden kannst – und zwar so, dass es zu dir passt und du dich damit wohlfühlst. Eins kann ich dir jetzt schon sagen: Es geht beim Smalltalk nicht darum, dass du dir geniale Themen überlegst und die ganze Zeit redest. Es geht um etwas völlig anders.


Das Wichtigste über Smalltalk auf einen Blick

  • Smalltalk ist ein lockeres, ungezwungenes kurzes Gespräch über Alltägliches oder allgemeine Dinge.
  • Smalltalk ermöglicht dir unbekannte oder wenig bekannte Menschen kennenzulernen oder eine Beziehung zu festigen.
  • Das Wertvollste beim Smalltalk ist der Aufbau von Vertrauen.
  • Mit Smalltalk kannst du einen positiven ersten Eindruck hinterlassen und in Erinnerung bleiben.
  • Beim Smalltalk solltest du über Themen sprechen, die eine lockere Unterhaltung möglich machen wie bspw. der Ort, die Veranstaltung, Umgebung, Bücher etc.
  • Stark polarisierende oder negative Themen sind ungeeignet für Smalltalk.
  • Smalltalk kannst du über deine Körpersprache, eine Aussage oder Frage beginnen.
  • Sei während des Smalltalks interessiert und präsent und höre aufmerksam zu.
  • Beendest du den Smalltalk freundlich, bleibst du positiv in Erinnerung.
  • Zeig dich offen, zugewandt und authentisch, um guten Smalltalk zu führen.

Inhalte

Definition: Was ist Smalltalk?
Vorteile: Deshalb ist Smalltalk nützlich und wichtig
Welche Themen eignen sich für Smalltalk und welche nicht?
Smalltalk Fragen: Einfach ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben
Die 3 Phasen des Smalltalks

  1. Smalltalk beginnen
  2. Smalltalk führen
  3. Smalltalk beenden

Tipps für gelungenen Smalltalk

Fazit
FAQ – Häufige Fragen


Definition: Was ist Smalltalk?

Smalltalk ist ein Begriff, den wir aus dem Englischen übernommen haben und der „kleine Rede“ bzw. „kleines Gespräch“ bedeutet. Smalltalk ist daher ein lockeres, ungezwungenes kurzes Gespräch über Alltägliches oder allgemeine Dinge. Ein Gespräch ohne Tiefgang. Genau dieser fehlende Tiefgang ist ein häufiger Grund, warum Menschen keinen Smalltalk mögen. Doch das ist zu kurz gedacht, denn Smalltalk ist wichtig und hat seine Berechtigung. Mehr dazu im nächsten Abschnitt, wenn ich über die Vorteile von Smalltalk schreibe.

Smalltalk führen wir meistens mit Menschen, die wir kaum oder gar nicht kennen. Wir sprechen eher umgangssprachlich und ohne formale Regeln. Daher der lockere, unverbindliche Austausch. Lass uns direkt in die Vorteile von Smalltalk reingehen. Was macht Smalltalk so wichtig und nützlich?

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Vorteile: Deshalb ist Smalltalk nützlich und wichtig

In meiner Arbeit als Kommunikationstrainerin höre ich immer wieder: „Ich mag keinen Smalltalk.“ „Ich mag es nicht über belangloses, oberflächliches Zeug zu sprechen.“ „Vielmehr mag ich tiefgründige Gespräche.“ Das kann ich gut verstehen, denn tiefgründige Gespräche mit Menschen, die uns wichtig sind, sind unglaublich wertvoll. Doch wie so oft im Leben, gibt es auch beim Smalltalk kein schwarz und weiß, kein gut und schlecht.

Genauso wie tiefgründige Gespräche wertvoll sind, ist auch Smalltalk wichtig und nützlich. Das Wertvollste beim Smalltalk ist der Aufbau von Vertrauen. Du hast richtig gelesen: Mit Smalltalk baust du Vertrauen auf. Lass uns das von vorne betrachten.

Menschen kennenlernen

Smalltalk ermöglicht dir einen einfachen Gesprächseinstieg mit unbekannten oder wenig bekannten Menschen. Einen einfachen Einstieg in ein Gespräch. Vielleicht denkst du jetzt: Einfach, was ist an Smalltalk bitte einfach. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich das Gespräch beginnen soll. Vor allem: Worüber kann ich bitte sprechen?

Ich kann dich beruhigen: Mit diesen Gedanken bist du nicht allein und es gibt eine Lösung. Doch dazu später mehr. Eins kann ich dir hier schonmal sagen: Es ist wesentlich einfacher ein lockeres Gespräch über allgemeine oder alltägliche Inhalte zu beginnen, als ein tiefgründiges Gespräch. Von daher ist der Gesprächseinstieg über Smalltalk definitiv der einfachste Start in einen Austausch.

Halten wir fest: Durch Smalltalk kommst du mit unbekannten oder wenig bekannten Menschen in ein lockeres Gespräch. Ein Gespräch, das du leicht beginnen und führen kannst. Ein Gespräch, das es dir ermöglicht den anderen kennenzulernen. Nicht bis in die Tiefe, sondern überhaupt erst einmal kennenzulernen. Mit ihm bzw. ihr in Kontakt zu treten und erste Informationen auszutauschen.

Aufbau von Vertrauen

Smalltalk ermöglicht dir, eine wichtige Gesprächsgrundlage zu schaffen, um weitere Gespräche darauf aufzubauen. Gespräche, die vielleicht mehr Tiefgang haben – je nach Situation. Nicht nur das, Smalltalk schafft die Basis, um eine Beziehung zu einer Person aufzubauen und diese zu festigen. Man kann auch sagen: Smalltalk ist eine Brücke der Kommunikation, mit der du Vertrauen schaffst.

Positiver erster Eindruck

Ein weiterer Vorteil von Smalltalk ist ein guter erster Eindruck, den du hinterlässt. Trittst du mit fremden oder wenig bekannten Menschen in ein angenehmes, entspanntes Gespräch, hinterlässt du einen positiven ersten Eindruck bei ihnen und bleibst in Erinnerung. Auch wenn ein solches Gespräch inhaltlich zweckfrei ist, so versprühst du durch diesen ersten Austausch vielleicht Charisma oder Charme.

Kleine gemeinsame Auszeit

Smalltalk schafft auch eine kleine gemeinsame Auszeit. Ein solches kurzes Gespräch ist angenehm, leicht und entspannt. Neben Vertrauen schafft es daher eine angenehme Atmosphäre. Eine Atmosphäre, in der sich beide Gesprächspartner:innen wohlfühlen können und eine Verbindung zueinander herstellen. Ein Austausch, der leicht und entspannt ist und Zeit zum Runterfahren ermöglicht.

Vermeiden von peinlichem Schweigen

Ach so – und dann ist da noch dieses peinliche Schweigen. Wenn sich beide anschweigen und dieses Nichts-sagen unangenehm ist. Weil es kein bewusstes Schweigen ist, für das du dich entscheiden hast. Sondern ein Schweigen, bei dem keiner so richtig weiß, was er sagen soll. Mit Smalltalk kannst du dieses peinliche Schweigen vermeiden. Du siehst: Smalltalk ist wertvoll und eine wichtige Schlüsselkompetenz im Job – und darüber hinaus auch.

Hier nochmal alle Vorteile von Smalltalk zusammengefasst:

  • Aufbau von Vertrauen
  • Einfacher Gesprächseinstieg, um unbekannte/wenig bekannte Menschen kennenzulernen
  • Wichtige Gesprächsgrundlage für weitere Gespräche
  • Beziehungen aufbauen und verbessern
  • Positiver erster Eindruck
  • In Erinnerung bleiben
  • Kleine gemeinsame Auszeit
  • Vermeiden von peinlichem Schweigen

Welche Themen eignen sich für Smalltalk und welche nicht?

„Ich weiß überhaupt nicht, worüber ich reden soll.“ „Ich hab` nichts Besonderes erlebt.“ Die Frage nach dem Thema ist eine der größten Hürden beim Smalltalk. Was kannst du sagen, wenn du mit jemandem locker ein Gespräch beginnen willst? Worüber kannst du sprechen?

Hier kann ich dich beruhigen: Du brauchst nichts Außergewöhnliches erlebt haben und musst auch nicht DAS Thema schlechthin finden. Beim Smalltalk geht es darum, mit jemandem in ein lockeres Gespräch zu kommen, um den anderen kennenzulernen. Es geht darum, das Eis zu brechen und ungezwungen und entspannt zu plaudern.

Ein Thema, das schon da ist

Smalltalk ist die Lösung, wenn du nicht weißt, wie du ein Gespräch eröffnest. Lass dir das nochmal auf der Zunge zergehen: Smalltalk ist die Lösung, wenn du nicht weißt, wie du mit jemandem ins Gespräch kommst. Es ist eine Brücke der Kommunikation. Und diese Brücke darf sich für dich leicht anfühlen. Leicht, weil du irgendein „einfaches“ Thema aus deinem Alltag aufgreifst. Das, was dir gerade in den Sinn kommt. Das, was dir am einfachsten über die Lippen geht und sowieso in deinem Kopf herumschwirrt. Weil es dich gerade beschäftigt. Weil es dich interessiert oder einen Großteil deines Alltags ausmacht. Ein Thema, das schon da ist.

Du hast so viele Themen im Kopf

Du denkst vielleicht, du müsstest nach einem Thema suchen, weil keins da ist. Doch dem ist nicht so. In deinem Kopf sind tausende Themen. Du hast so viele Gedanken, die du die ganze Zeit denkst. Und genau einen dieser Gedanken greifst du in dem Moment auf. Denn, ich wiederhole es hier bewusst nochmal: Smalltalk ist eine Brücke der Kommunikation, um den anderen kennenzulernen und in ein lockeres Gespräch einzusteigen.

Würdest du nach einem wahnsinnig tollen Thema suchen, hat das vermutlich nichts mehr mit Smalltalk zu tun. Dann würdest du in dem Moment einen wichtigen Schritt überspringen. Nämlich den Schritt des ersten Kennenlernens. Des ersten Kontakts. Du würdest dann von Null auf 70, 80 oder 100 drehen und direkt in ein tiefgründiges Gespräch einsteigen.

Erlaube dir locker mit entspannten Themen einzusteigen

Von daher: Nimm diesen Druck raus und erlaube dir locker einzusteigen mit ganz entspannten Themen. Und weil du jetzt vielleicht denkst: Ok, schön und gut, ich weiß trotzdem nicht, worüber ich reden kann, bekommst du von mir eine Auflistung möglicher Smalltalk-Themen.

Wichtig: Achte beim Durchlesen der Themen darauf, wie präsent die einzelnen Themen aktuell in deinem Leben sind. Worüber denkst du täglich nach? Was beschäftigt dich? Was bindet deine Aufmerksamkeit? Völlig egal, ob du das Thema gut oder schlecht findest. Vielleicht fragst du dich jeden Tag: Was könnte ich heute kochen? Dann wäre das ein Thema, das du beim ersten Kontakt aufgreifst. Oder du erfreust dich daran, dass nach einem so langen und trüben Winter nun endlich wieder die Sonne scheint und es wärmer wird. Dann kann auch das ein Thema sein, mit dem du ins Gespräch einsteigst.

Themen, die sich für Smalltalk eignen:

  • Aktuelle Situation, Setting des Treffens, Veranstaltungsort
  • Vortrag, Bühnenperformance etc.
  • Anreise und Umgebung
  • Wochenendpläne
  • Komplimente
  • Wetter und Jahreszeit
  • Ausbildung, Beruf, Branche
  • Bücher
  • Filme
  • Musik und Konzerte
  • Kunst und Kultur
  • Reisen und Urlaub
  • Essen, Trinken und Kochen
  • Hobbys und Interessen
  • Sport und Freizeitaktivitäten
  • Spaziergänge und Wandern
  • Kleidung und Frisur
  • Wohnort, Wohnung und Umzug
  • Garten (Bepflanzung, Gemüseanbau) und Haus (Einrichtung)
  • Natur und Tiere
  • Lebensstil und Einkaufen
  • Lustige Anekdoten

Du merkst: es gibt so viele Themen, über die du mit anderen ins Gespräch kommen kannst. Ein paar Dinge gibt es jedoch zu beachten. Denn es gibt Themen, die du beim Smalltalk vermeiden solltest, weil sie das Ziel eines lockeren Gesprächs verfehlen.

Diese Themen solltest du beim Smalltalk vermeiden:

  • Herkunft
  • Politik
  • Religion
  • Geld und Finanzen
  • Krankheiten und Tod
  • Persönliche Probleme
  • Beziehungen und Partnerschaft
  • Sexuelle Orientierung
  • Gerüchte, Klatsch und Tratsch
  • Lästereien
  • Diskriminierende Witze und Sarkasmus
  • Ratschläge erteilen
  • Kritik
  • Rassismus und Diskriminierung

Smalltalk Fragen: Einfach ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben

„Was kann ich beim Smalltalk fragen? Mir fällt einfach nichts ein.“, ist eine häufige Sorgen von Menschen, die sich mit Smalltalk schwertun. Vielleicht kennst du diesen Gedanken auch. Doch bevor ich dir verschiedene Fragen aufliste, lass uns nochmal vor Augen führen, welchen Zweck Fragen beim Smalltalk haben.

Mit Fragen kannst du auf ein bestimmtes Thema hin- oder von einem Thema weglenken. Du kannst ein Thema vertiefen oder abkürzen – je nachdem worüber du gerade sprechen möchtest. Fragen zeigen deinem Gegenüber, dass du an ihm/ihr interessiert bist und im Gespräch bleiben möchtest. Vor allem ermöglichen dir Fragen den anderen kennenzulernen und darum geht`s beim Smalltalk: Du möchtest mit anderen Menschen ins Gespräch kommen und sie kennenlernen.  

Falls du dir immer noch die Frage stellst: Und was kann ich fragen?, findest du hier verschiedene Fragen, mit denen du Smalltalk beginnen und führen kannst.

Fragen zur Veranstaltung und zum Ort:
„Warum bist du hier?“
„Woher kennst du … (den Gastgeber, etc.)?“
„Wie hat dir die Präsentation gefallen?“
„Was hat dir beim Vortrag am besten gefallen?“
„Welchen Punkt fandest du am interessantesten?“
„Wie gefällt dir die Veranstaltung? Hier sind viel mehr Leute als ich dachte.“
„Wo hast du einen Parkplatz gefunden?“
„Weißt du, wann es wieder weitergeht?“

Fragen zur Anreise und Unterkunft:
„Woher kommst du?“
„Wie bist du hierhergekommen?“
„Bist du gut hergekommen?“
„Wie war deine Fahrt hierher?“
„Bist du auch in den Stau gekommen?“
„War dein Zug pünktlich?
„In welchem Hotel übernachtest du?“

Fragen zum Beruf:
„Was machst du beruflich?“
„Bist du auch (Trainerin, Arzt, Informatikerin, Psychologe etc.)?“
„Wie lange bist du schon in dem Bereich tätig?“

Fragen zum Essen/Trinken:
„Möchtest du etwas trinken?“
„Kannst du etwas zu essen empfehlen?“
„Das sieht ja lecker aus. Was ist das?“
„Hast du schonmal den Salat probiert? Der schmeckt fantastisch.“
„Nach dem Mittagessen trinke ich meistens einen Espresso. Magst du auch einen?“

Fragen zum Wetter:
„Endlich scheint mal wieder die Sonne. Freust du dich auch auf den Frühling?“
„Bist du auch in den starken Regen gekommen?“

Fragen zu Musik, Büchern etc.:
„Welches Buch liest du gerade?“
„Machst du auch selbst Musik?“
„Welche Musik hörst du noch gerne?“


Die 3 Phasen des Smalltalks: So geht`s

Jetzt habe ich viel darüber geschrieben, was Smalltalk ist und was es nicht ist. Warum Smalltalk wichtig ist und über was du sprechen kannst. Doch wie geht Smalltalk jetzt genau? Wie kannst du ganz konkret mit anderen entspannt und locker Smalltalk führen?

Smalltalk setzt sich aus 3 Phasen zusammen. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Denn wie jedes Gespräch, hat auch Smalltalk einen Anfang, eine Mitte und ein Ende. Deshalb setzen sich die 3 Phasen wie folgt zusammen:

  1. Smalltalk beginnen
  2. Smalltalk führen
  3. Smalltalk beenden

Lass uns alle drei Schritte genauer anschauen.

1. Smalltalk beginnen

Trau dich mit dem anderen in Kontakt zu treten und das Gespräch zu beginnen. Doch bevor du deinen Blick wieder direkt auf den Inhalt des Gesprächs lenkst, geh gedanklich nochmal einen Schritt zurück.

Kommunikation findet auf drei Ebenen statt: verbal, paraverbal und nonverbal. Die erste Kommunikation, das erste in Kontakt treten, sind gar nicht deine Worte. Es ist deine Körpersprache. Und diese kannst du, genauso wie deine Worte, bewusst einsetzen.

Das Gespräch nonverbal beginnen

Geh auf deine:n Gesprächspartner:in zu. Stell oder setzt dich neben ihn/sie. Schau ihn/sie an und richte deinen Blick bewusst auf deine:n Gesprächspartner:in. Das ist bereits Kommunikation. Obwohl du noch kein einziges Wort gesagt hast. Du kommunizierst mit deinem Körper und drückst dadurch etwas aus: ich interessiere mich für dich. Ich will dich kennenlernen. Du kommunizierst.

Noch eins: Lächle. Dadurch strahlst du Sympathie aus und signalisierst: ich möchte dich gerne kennenlernen. Und du hinterlässt einen positiven und freundlichen ersten Eindruck.

Das Gespräch verbal mit einer Aussage oder Frage beginnen

Vielleicht beginnt der andere schon zu reden. Dann hat er/sie das Gespräch begonnen. Vielleicht auch nicht. Dann hast du die Gelegenheit etwas zu sagen oder zu fragen. Du kannst jetzt auch das Gespräch verbal beginnen. Führ dir hier nochmal die Liste der vielen Themen vor Augen, die sich für Smalltalk eignen und stell dir die Frage: Welcher Gedanke schwirrt mir gerade im Kopf herum? Welches dieser Themen beschäftigt mich? Und dann fängst du mit genau diesem Thema an zu sprechen.

Solltest du merken, dass dich der Gedanke mit dem Thema stresst, dann geh gedanklich weg von dir, hin zur anderen Person. Anstatt dir die Frage zu stellen: Was kann ICH sagen? Frag dich lieber: Was möchte ich vom anderen wissen? Und stell eine Frage. Eine Frage lädt den anderen zum Antworten ein und gibt dir die Möglichkeit erstmal zuzuhören. Fragen eignen sich beim Smalltalk besonders gut, weil sie dem anderen Raum zum Erzählen geben. Raum, den viele Menschen gerne einnehmen, weil sie es lieben von sich und ihrem Leben zu erzählen. Mach dir das zu Nutze, um ein Gespräch zu beginnen.

Das Gespräch mit Metakommunikation beginnen

Eine weitere Möglichkeit, und eine, die meiner Meinung nach immer geht, ist: Du sprichst an, dass du gerade nicht weißt, worüber du sprechen kannst. Du begibst dich in die Metakommunikation und sprichst deine Bedenken aus. Selbstbewusst und klar. „Jetzt stehen wir hier beide rum und schweigen uns an. Und ich weiß nicht so recht, worüber ich mit dir reden soll.“ Geht dir das auch so?“

Oft ergeben sich unheimlich schöne Momente, wenn wir diese inneren Gedanken einfach mal aussprechen. Als wären sie eine Selbstverständlichkeit, weil es absolut ok ist, dass uns gerade nichts einfällt oder wir uns schwer tun mit einer Situation. Du wirst vielleicht feststellen: Dem anderen geht`s genauso und es entsteht direkt ein verbindender Moment.

So kannst du das Gespräch beginnen:

  • Wende dich dem anderen zu, stell oder setz dich neben ihn/sie
  • Schau den anderen an und halte Blickkontakt
  • Lächle
  • Wähle ein Thema, das die gerade im Kopf herumschwirrt und sich für Smalltalk eignet
  • Stell eine offene Frage
  • Sprich deine Gedanken offen und selbstbewusst an („Ich hab grad keine Ahnung was ich sagen soll.“)

2. Smalltalk führen

Du hast das Gespräch begonnen und es ist ein entspanntes, lockeres Gespräch entstanden. Wunderbar. Jetzt geht es darum, was du während des Gesprächs im Blick behalten solltest.

Lass uns dafür folgendes Szenario durchspielen: Du hast ein Gespräch begonnen und kurze Zeit später entsteht wieder unangenehmes Schweigen. Das Gespräch ist gar nicht so richtig in Fahrt gekommen, sondern gleich wieder abgeflacht. Was jetzt? Auch hier gibt es ein paar Dinge, die du tun kannst, um gute Gespräche zu führen.

Gute Gespräche sind Dialoge, bei dem beide sprechen und zuhören. Neben dem Sprechen ist das Zuhören auch beim Smalltalk wichtig. Hörst du interessiert und aufmerksam zu, kannst du auf das Gesagte deines Gegenübers eingehen und zeigst: ich interessiere mich für dich. Das lädt zum weiteren Austausch ein.

Zeig Interesse

Gegenseitiges Interesse und Aufmerksamkeit sorgen für eine gute Gesprächsgrundlage. Für dich bedeutet das: Geh gedanklich weg von deinen Sorgen: Über was kann ich reden und was ist, wenn mir nichts mehr einfällt?, hinein in den Moment. In die Situation, dass du die andere Person gerne kennenlernen möchtest. Dass du entspannt plaudern und dich dabei wohlfühlen willst. Genauso, wie der andere vielleicht auch. Interessiere dich ehrlich für dein Gegenüber und sei präsent.

Stell Fragen und frag nach

Stell immer wieder Fragen und frag nach. So entsteht ein Gespräch, das auf echtem Interesse basiert.

„Endlich scheint mal wieder die Sonne. Freust du dich auch so sehr auf den Sommer?“

„Ich war ganz froh, dass es die letzten Wochen kalt und regnerisch war. Ich mag es eher kalt. Im Sommer ist es mir viel zu warm.“

„Wie interessant, dass du es kalt und regnerisch magst. Was gefällt dir daran so gut?“

„Wie lange hat deine Fahrt gedauert?“

„Über 7 Stunden. Zum Glück war die Autofahrt entspannt.“

„Wow, das ist eine lange Anreise. Wo wohnst du denn?“

Hör aufmerksam zu und geh auf das Gesagte ein

Denk immer dran: Gute Gespräch brauchen neben dem Sprechen vor allem eins: Das Zuhören. Hör dem anderen aufmerksam zu. Was hat er/sie dir erzählt? Geh auf das Gesagte ein, indem du nachfragst oder etwas dazu sagst.

„Ich fand den Workshop zäh. Ich hatte Mühe zuzuhören.“

„Spannend, was genau fandest du zäh? Was hättest du dir gewünscht, um gut zuhören zu können?“

Und zack, geht das Gespräch weiter.

Sprich über die Kommunikationssituation

Sollte dir nichts einfallen, dann hast du immer die Möglichkeit in die Metakommunikation zu gehen und genau das auszusprechen:

„Und schon wieder reden wir übers Wetter. Ein typisches Smalltalk-Thema, obwohl ich es gar nicht mag übers Wetter zu reden und ich überhaupt nicht weiß, was ich dazu sagen soll.“ 

„Stimmt, geht mir auch so. Verrückt, dass man immer das Wetter nimmt. Aber immerhin sind wir ins Gespräch gekommen.“

Schon kann das Gespräch weitergehen.

Sei aufmerksam und präsent

Du siehst: Es gibt viele Möglichkeiten wie ein Gespräch verläuft und du kannst dich ausprobieren. Was passt für dich, die Situation und dein Gegenüber gerade? Trau dich all das WÄHREND des Gesprächs herauszufinden. Indem du aufmerksam in dem Moment bist. Nimm dich und deine:n Gesprächspartner:in aufmerksam wahr und reagiere darauf.

Sei neugierig

Neugierig wie der andere ist, wie das Gespräch verlaufen wird und wie es dir beim Gespräch geht. Neugierde schafft zusammen mit Interesse eine gute Gesprächsgrundlage und lässt dich viel entspannter in die Situation gehen und Smalltalk führen.

Lass deine Mimik und Gestik mitsprechen

Denk auch während des Gesprächs dran, dass du nicht nur verbal, also mit deinen Worten kommunizierst, sondern auch nonverbal und paraverbal. Dein Körper und deine Stimme kommunizieren auch. Halte daher weiterhin Blickkontakt, lass deine Mimik und Gestik mitsprechen, Nicke, um dem anderen zu zeigen: ich höre dir aufmerksam zu.

Und nicht zu vergessen: Erzähl auch selbst immer wieder etwas von dir. Smalltalk ist ein Dialog, bei dem ihr beide sprecht und dem anderen zuhört.

Mockup Selbsthypnose klein

So kannst du das Gespräch führen:

  • Sei neugierig und zeig Interesse
  • Hör aufmerksam zu
  • Stell Fragen bzw. frag nach
  • Sei aufmerksam und präsent
  • Sei neugierig
  • Lass deine Mimik und Gestik mitsprechen
  • Nicke, um zu zeigen, dass du zuhörst oder zustimmst
  • Erzähl auch immer wieder von dir

3. Smalltalk beenden

Du bist mitten im Austausch und fragst dich irgendwann: wie kann ich den Smalltalk beenden? Das ist manchmal eine wahre Kunst und kann dich vor eine Herausforderung stellen.

Bevor ich dir Möglichkeiten aufzeige, wie du Smalltalk beenden kannst, möchte ich dich nochmal daran erinnern, dass Smalltalk ein kleines bzw. kurzes Gespräch ist. Deshalb darfst du Smalltalk auch nach kurzer Zeit wieder beenden – wenn du das möchtest oder bemerkst, dass dein Gegenüber kein Interesse am Smalltalk hat. Jetzt lass uns anschauen, welche Möglichkeiten du hast das Gespräch zu beenden:

Das Gespräch beendet sich von alleine

Bist du auf einer Veranstaltung und läufst mit jemandem zum Buffet, kann sich das Gespräch am Buffet von alleine beenden. Du holst dir dein Essen und der andere seins. Ihr wünscht euch einen guten Appetit. Das Gespräch ist beendet.

Du möchtest noch andere Menschen kennenlernen

Du bist immer noch auf einer Veranstaltung und unterhältst dich in der Pause mit jemandem. Du merkst schnell, dass du das Gespräch beenden willst. Du möchtest noch andere Menschen kennenlernen. Dann sag, dass du noch mit jemand anderem sprechen möchtest.

„Schön dich kennengelernt zu haben. Jetzt möchte ich mich gerne noch mit den anderen Teilnehmer:innen unterhalten.“

Du hast noch etwas vor

Führst du mit jemanden Smalltalk und hast noch einen Termin oder möchtest etwas anderes machen, das dir wichtig ist, dann sag genau das. Beende das Gespräch freundlich, indem du so etwas sagst wie:

„In 10 Minuten habe ich ein wichtiges Telefonat. Schön, dass wir uns unterhalten haben.“ Oder „Ich möchte noch gerne einen Spaziergang machen. Das war wirklich ein interessanter Austausch.“

Du hast den Eindruck der andere hat kein Interesse am Smalltalk

Schaut dein Gegenüber ständig auf sein Handy, stellt keine Fragen oder antwortet kurz, kann dies ein Hinweis dafür sein, dass er/sie kein Interesse am Smalltalk hat. Hier empfehle ich dir deine Beobachtungen in Worte zu fassen. Frag nach, ob deine Annahme, dass kein Interesse am Smalltalk besteht, stimmt.

„Ich sehe, dass du immer wieder auf dein Handy schaust und kurz antwortest. Kann es sein, dass du das Gespräch beenden möchtest? Das können wir sehr gerne machen.“

Du musst gehen

Hast du jemanden kennengelernt, mit dem du dich gerne weiter unterhalten möchtest, es die Situation jedoch nicht zulässt? Dann kannst du das Gespräch beenden, indem du ein neues Treffen in Aussicht stellst, Nummern oder Visitenkarten austauschst. Du könntest sagen:

„Ich würde mich gerne weiter mit dir unterhalten, doch muss jetzt leider los. Wollen wir Nummern austauschen?“

Aussagen, um Smalltalk zu beenden:

  • „Vielen Dank für das Gespräch, ich hol mir noch was zu essen.“
  • „Danke für das angenehme Gespräch. Ich schaue mal weiter, wer noch hier ist.“
  • „Wie schön dich kennengelernt zu haben. Ich gehe jetzt weiter, weil ich gerne noch mit anderen Teilnehmer:innen sprechen möchte.“
  • „Ich sehe gerade … (einen anderen Gast/Kunden/Mitarbeiter etc.), den ich gerne noch begrüßen möchte. “
  • „Was für ein tolles Gespräch. Ich würde gerne noch mit dir weitersprechen, doch ich muss noch…/möchte noch…/muss leider gehen.“
  • „Ich bin gespannt wie`s gleich weitergeht.“
  • „Vielleicht sehen wir uns bei der nächsten Veranstaltung. Das wär`schön.“
  • „Danke für das interessante Gespräch.“
  • „Ich habe mich gefreut dich kennenzulernen.“

Tipps für gelungenen Smalltalk

Smalltalk ermöglicht dir andere Menschen kennenzulernen und schafft die Basis für deine Beziehungen. Damit du eine Beziehung zu einer Person aufbauen oder festigen kannst, ist es wichtig, dass Smalltalk gelingt. Vor allem ist es wichtig, dass die Unterhaltung für beide Gesprächsteilnehmenden als angenehm und interessant empfunden wird.

Du kannst dazu beitragen, dass Smalltalk gelingt. Ob er wirklich gelingt, hängt auch von deinem Gegenüber ab – denn Kommunikation besteht immer aus einem/einer Sender:in und einem/einer Empfänger:in.

Das kannst du tun, damit Smalltalk gelingt:

  • Sprich dein Gegenüber mit Namen an, wenn du den Namen kennst.
  • Wende dich dem anderen zu und halte gleichzeitig einen angenehmen Abstand.
  • Schau deine:n Gesprächspartner:in an und halte Blickkontakt.
  • Lächle und zeig dich sympathisch.
  • Wähle entspannte und verbindende Themen (welche Themen sich für Smalltalk gut eignen, habe ich oben aufgelistet).
  • Zeig dich neugierig und interessiert am anderen und an eurem Austausch.
  • Stell offene Fragen, frag nach und finde Gemeinsamkeiten (bspw. Ort, Veranstaltung, etc).
  • Zeig dich echt und authentisch als die Person, die du bist.
  • Sei aufmerksam und präsent.
  • Gib deinem/deiner Gesprächspartner:in Raum zum Reden und hör ihm/ihr aufmerksam zu.
  • Richte deinen Fokus auf das Positive und äußere dich vor allem positiv.
  • Mach ehrliche Komplimente, wenn du sie ernsthaft fühlst und du sie in dem Moment machen möchtest.
  • Beende das Gespräch positiv und freundlich.

Fazit

Smalltalk empfinden viele Menschen als belangloses Gerede oder als etwas, das stört und gemacht werden muss. „Ich weiß gar nicht worüber ich reden soll.“ „Vor allem führ ihr lieber tiefgründige Gespräche als so oberflächlichen Smalltalk.“ Das sind Aussagen, die mir in meiner Arbeit und auch in meinem Alltag immer wieder begegnen.

Doch wenn du verstehst, dass Smalltalk eine Brücke der Kommunikation ist, mit der du Beziehungen aufbaust, festigst und Vertrauen schaffst, wird Folgendes klar: Smalltalk hat genauso seine Berechtigung und seinen Wert wie tiefgründige Gespräche. Du musst einen Menschen erstmal kennenlernen, um diese reichhaltigen Gespräche führen zu können. Smalltalk ermöglicht dir genau das: Mit Menschen in Kontakt zu treten, sie näher kennenzulernen und dann, falls gegenseitiges Interesse besteht, ein Vertrauensverhältnis zu diesem Menschen aufzubauen.

Beim Smalltalk kommt es gar nicht so sehr darauf an, WAS du sagst, sondern vor allem, dass du überhaupt mit dem anderen sprichst. Das Entscheidende beim Aufbau deiner Beziehungen ist, WIE du anderen Menschen begegnest – auch beim Smalltalk.


Häufige Fragen zu Smalltalk

Kann man Smalltalk lernen?

Ja, genauso wie du gute Gesprächsführung lernen kannst, kannst du auch erfolgreichen Smalltalk lernen. Und du kannst lernen, wie du dich beim Smalltalk wohlfühlst und dir Smalltalk leichtfällt.


Was sind die wichtigsten Regeln beim Smalltalk?

Das Wichtigste beim Smalltalk ist, dass du dich echt und authentisch zeigst und Interesse an deinem Gegenüber hast. Neben Fragen zu geeigneten Smalltalk-Themen, solltest du vor allem eins: Aufmerksam zuhören und auf das Gesagte deines Gesprächspartners eingehen.


Was ist Smalltalk nicht?

Smalltalk ist kein sinnloses Gequatsche, das man im zwischenmenschlichen Zusammenleben streichen könnte. Es ist kein ausführliches und tiefgründiges Gespräch mit guten Freunden oder Bekannten.


Welche Fehler sollte man beim Smalltalk vermeiden?
  • Über stark polarisierende oder negative Themen wie Religion, Politik, Krankheiten etc. sprechen
  • Desinteresse haben und vermitteln
  • Schweigen oder zu lange Gesprächspausen machen
  • Lästern, den anderen provozieren oder besserwisserisch sein
  • Das Gespräch abruptes oder unfreundlich beenden

Wie lange dauert Smalltalk?

Wie lange Smalltalk dauert, ist unterschiedlich. Hier gibt es keine genaue Zeitangabe. Eins steht jedoch fest: Smalltalk ist ein kleines bzw. kurzes Gespräch über allgemeine Dinge mit meist unbekannten oder wenig bekannten Menschen. Ein lockerer, unverbindlicher Austausch. Smalltalk definiert sich nicht über eine bestimmte Länge des Gesprächs, sondern über die verschiedenen Faktoren.

Willst du klar kommunizieren und dich beim Sprechen wohl fühlen? Dann werde Teil meines Newsletters „Bewusste Kommunikation“. Jede Woche erhältst du eine E-Mail von mir für deine klare und (selbst-)bewusste Kommunikation. 

Sabrina Adams
Sabrina Maru Adams

Expertin für Stimme und Kommunikation, Wirtschaftspsychologin (M.Sc.) und Logopädin.

Ich liebe Menschen und ihre Einzigartigkeit. Seit 2011 begleite ich Selbstständige und Angestellte auf ihrem Weg zu einer klaren und selbstbewussten Kommunikation, die zu ihnen passt. Damit sie mit ihrer Persönlichkeit begeistern. Du bist wertvoll, genauso, wie du bist und kannst Wertvolles erschaffen, wenn du dich selbst zum Ausdruck bringst. Erfahre mehr über mich und hör in meinen Podcast rein.

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