Angst vor Präsentationen: So überwindest du sie

Sabrina AdamsSprechenLeave a Comment

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Kannst du entspannt und locker vor einem Publikum sprechen? Oder löst bei dir der bloße Gedanke daran die alte Angst vor Präsentationen aus? 

Im Laufe unseres Lebens sprechen wir alle mal vor Publikum; manche von uns häufiger, manche seltener. Als Kind hast du vor deinen Eltern ein Nikolausgedicht aufgesagt und hattest Freude am Sprechen; egal, ob du dich versprochen hast oder nicht. 

Später in der Schule hast du Referate gehalten. Du warst etwas nervös, einige Mitschüler*innen haben gekichert. Vielleicht hast du auch schon mal eine Rede als Trauzeug*in vorgetragen und lieber keine Witze eingebaut, für den Fall, dass sie nicht zünden. 

Ich erkläre dir, was du gegen deine Unsicherheit tun kannst und wie du deine Präsentation, Rede oder deinen Vortrag mit Freude präsentierst.  

Im Erwachsenenalter gehört es häufig zum Beruf, vor anderen Menschen zu sprechen.  

Du stehst vor deinen Kolleg*innen und hältst eine Rede; im Meeting erklärst du Power-Point-Folien oder du willst potentielle Kund*innen von deiner Leistung überzeugen. Und jedes Mal kehrt sie zurück, die Angst vor Präsentationen. 

Eventuell merkt man es dir auch an; an der Art, wie deine Hände zittern, du rot im Gesicht wirst oder deine Stimme in die Höhe geht. Deine Unsicherheit vor dem Auftritt führt dazu, dass man dir genau diese Unsicherheit anmerkt und du noch unsicherer wirst – eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.  

Aber weißt du was, das ist okay. Die wenigsten von uns werden als eloquente Redner geboren. Außerdem kannst du aktiv etwas gegen deine Unsicherheit tun. Frage dich als erstes:  

Was genau ist es, das dich verunsichert? Was steckt hinter der Angst vor Präsentationen? 

Geh der Angst auf den Grund: Ist es, dass du den Faden verlieren könntest? Oder wie alle dich angucken und was sie über dich denken? 

Vor was hast du tatsächlich Angst? Wenn du den Grund kennst, kannst du viel gezielter damit umgehen. Denn der erste Schritt ist immer das Bewusstwerden deiner Emotionen. Schau deine Angst genau an und nimm sie ernst. Es gibt einen Grund, weshalb sie da ist und das darfst du im allerersten Schritt wahrnehmen. Deine Angst will gesehen werden.

Schau dir hierfür deine Gedanken an. Was geht dir in dem Moment durch den Kopf? Vielleicht so etwas wie: Hoffentlich verspreche ich mich nicht. Ich fühle mich unsicher. Wieso guckt mich die Frau so kritisch an? Findet mich mein Publikum überhaupt gut?

Nimm all deine Gedanken ernst und begegne ihnen mit Akzeptanz. Wenn du deine Gedanken annimmst und sie zulässt, gibst du ihnen die Möglichkeit, dass sie weiterziehen und sich verändern.

Und jetzt spür in dich hinein. Wo fühlst du die Angst bzw. wie fühlt sich deine Angst an? Zittern deine Beine? Schlägt dein Herz wie wild? Sind deine Hände feucht oder schnürt es dir den Hals zu? Vielleicht merkst du auch ein beklemmendes Gefühl in deiner Brust oder du atmest flach. Wo macht sich die Angst in deinem Körper bemerkbar?

Genauso, wie du deine Gedanken angenommen hast, machst du es jetzt mit deinen Körperempfindungen. Akzeptiere deine zittrigen Beine und feuchten Hände. Nimm das beklemmende Gefühl in deiner Brust und den zugeschnürten Hals an.

Erst, wenn du hinschaust, gibst du ihr die Möglichkeit sich zu verändern. Ganz wichtig: Deine Angst anzunehmen heißt nicht, sie toll zu finden. Annahme und Akzeptanz bedeuten, dass all deine Gedanken und Gefühle willkommen sind und nicht, dass du alles, was du denkst und fühlst auch magst. Annahme und Akzeptanz ermöglichen dir vielmehr bewusst ins Handeln zu kommen und gezielt mit deiner Angst umzugehen.

Nimm deine Angst auf allen Ebenen wahr, denn sie will von dir gesehen werden.

Nachdem du deine Angst gesehen hast und dieser auf den Grund gegangen bist, stell‘ dir nun die Frage: Warum präsentierst du? Was ist deine Sprechabsicht? Weshalb stehst du vor deinem Publikum und was willst du bei deinen Zuhörern auslösen?

Möchtest du das Publikum von etwas überzeugen? Wichtige Information vermitteln? Jemanden zum Lachen bringen, berühren oder begeistern?

Oft machen wir uns Gedanken über den perfekten inhaltlichen Aufbau unserer Präsentation, ansprechende Powerpoint-Folien oder unsere 1a Performance. Doch geht es wirklich darum? Geht es um eine makellose Präsentation? Geht es darum, dass du perfekt präsentierst und dein Präsentationskönnen zeigst? Willst du für dein Sprechen bewundert werden?

Oder geht es vielmehr um die Verbindung zu deinem Publikum? Den Austausch und das Miteinander? Geht es darum, dass du etwas zu sagen hast und deine Botschaft nach außen tragen willst? Dass genau diese Botschaft verstanden wird und deine Zuhörer*innen erreicht? Auch, wenn bei einer Präsentation nur du sprichst, so redest du immer zu Menschen und interagierst mit ihnen. Du trittst in den Austausch und willst mit deiner Botschaft etwas erreichen. 

Fokussiere dich auf dein Warum und deine Intention

Du stehst ja da aus einem Grund. Was zählt, ist die Verbindung zu deinen Zuhörer*innen. Zustimmung, Empathie, Erkenntnis: Du willst ein bestimmtes Gefühl auslösen und sie damit erreichen. 

Wenn du deine Angst vor Präsentationen überwinden und mit Freude vor Menschen sprechen willst, dann mache Folgendes:

  1. Geh deiner Angst auf den Grund und nimm sie wahr. Wo und wie zeigt sich deine Angst? Schau dir hierfür deine Gedanken und Empfindungen an.
  2. Fokussiere dich auf dein Warum und darauf, weshalb du diese Präsentation hältst und zu deinem Publikum sprichst.

Geh also ein wenig weg von dir und dem, was dir Angst macht.

Und hin zum Austausch, zur Begegnung, zur Interaktion mit den Menschen, zu denen du gerade sprichst. Gestalte diese Beziehung und fokussiere dich auf dein Warum.  

Erinnere dich kurz vor deinem Auftritt daran, warum du diese Reden, Präsentation oder diesen Vortrag hältst. Dann wird dein Auftritt klarer und zielgerichteter und du kannst mit Freude sprechen. 

Hast du Angst vor Präsentationen und willst den Ratschlag beim nächsten Mal ausprobieren? Dann erzähl mir gern, wie es geklappt hat. Ich drücke die Daumen! 

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