Oberflächlich, langweilig, überflüssig: So sehen viele Menschen Smalltalk. Und nicht wenigen fällt es extrem schwer, mit fremden Menschen locker ins Gespräch zu kommen. Dabei ist Smalltalk mehr als nur ein Lückenfüller. Er kann Türen öffnen und Beziehungen aufbauen. – Im Business und privat. Wie lernst du also, guten Smalltalk zu führen? Und kann es dir vielleicht sogar Spaß machen?
Nach diesem Artikel weißt du, wie du locker mit anderen ins Gespräch kommst und welche Themen und Fragen sich dafür eignen. – Und welche nicht. Außerdem bekommst du 11 wertvolle Tipps, um Smalltalk zu lernen und mit deinen Mitmenschen in Kontakt zu gehen. Locker und so, dass du dich dabei wohlfühlst.
Das Wichtigste zu Smalltalk lernen auf einen Blick
- Smalltalk ist ein lockeres, ungezwungenes Gespräch über Alltägliches, das kurz dauert.
- Smalltalk ermöglicht dir fremde oder wenig bekannte Menschen kennenzulernen und eine Beziehung aufzubauen. – Im beruflichen Kontext und privat.
- Mit Smalltalk kannst du einen positiven ersten Eindruck hinterlassen und in Erinnerung bleiben.
- Für Smalltalk eignen sich Themen, die eine lockere Unterhaltung möglich machen, wie die Umgebung, das Wetter oder Hobbies.
- Um Smalltalk zu lernen, hilft dir eine zugewandte Haltung sowie ein ehrliches Interesse an der anderen Person.
Inhalte
Bedeutung: Was ist Smalltalk?
Wieso Smalltalk wertvoll ist – im Business und privat
11 wertvolle Tipps, um spielendleicht Smalltalk zu lernen
Smalltalk lernen: 23 passende Themen & 13 Tabuthemen
Smalltalk-Fragen, um ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben
Smalltalk lernen – wertvolle Impulse für die 3 Phasen
Bedeutung: Was ist Smalltalk?
Der Begriff Smalltalk kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie „kleine Rede“. Mit Smalltalk ist also ein lockeres, ungezwungenes kurzes Gespräch über Alltägliches oder allgemeine Dinge gemeint.
Smalltalk führst du meistens mit Menschen, die du kaum oder gar nicht kennst. Du sprichst dabei eher umgangssprachlich und ohne formale Regeln.
Smalltalk ist kein sinnloses Gequatsche, das man im zwischenmenschlichen Zusammenleben streichen könnte. Es ist auch kein ausführliches und tiefgründiges Gespräch mit guten Freunden oder Bekannten. Sondern ein lockeres, ungezwungenes Gespräch über Alltägliches, das nur kurz dauert.
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Mehr InformationenWieso Smalltalk wertvoll ist – im Business und privat
In meiner Arbeit als Kommunikationstrainerin höre ich immer wieder: „Ich mag keinen Smalltalk.“ oder: „Mir ist Smalltalk zu oberflächlich, ich habe lieber tiefgründige Gespräche.“ Das kann ich gut verstehen. Tiefgründige Gespräche mit Menschen, die uns wichtig sind, sind unglaublich wertvoll. Doch wie so oft im Leben, gibt es auch beim Smalltalk kein schwarz und weiß.
Beim Smalltalk fehlt der Tiefgang und doch lässt er Tiefe entstehen.
Smalltalk ist ein Türöffner und bringt Menschen in Verbindung. Das Wertvollste ist dabei der Aufbau von Vertrauen. Das passiert auch zwischen zwei vollkommen fremden Menschen. Und daraus kann etwas mit Tiefgang entstehen.
Schauen wir uns die Vorteile des Smalltalks genau an:
• Menschen kennenlernen
Smalltalk ermöglicht dir einen einfachen Gesprächseinstieg mit unbekannten oder wenig bekannten Menschen. Er ist der erste Schritt, um diesen Menschen kennenzulernen. Nicht bis in die Tiefe, sondern überhaupt erst einmal in Kontakt zu kommen.
• Vertrauen aufbauen
Mit Smalltalk schaffst du eine wichtige Grundlage, um weitere Gespräche darauf aufzubauen. Gespräche, die vielleicht mehr Tiefgang haben. – Je nach Situation. Smalltalk schafft erstmal die Basis, um eine Beziehung zu einer Person aufzubauen und diese zu festigen.
• Positiven ersten Eindruck machen
Führst du mit fremden oder wenig bekannten Menschen ein angenehmes, entspanntes Gespräch, hinterlässt du einen positiven ersten Eindruck und bleibst in Erinnerung. Auch wenn das Gespräch inhaltlich zweckfrei ist, so versprühst du durch diesen ersten Austausch vielleicht Charisma interner Link oder Charme.
• Gemeinsame Auszeit nehmen
Smalltalk schafft eine kleine gemeinsame Auszeit, denn ein solches kurzes Gespräch ist leicht und entspannt. Wenn sich alle Beteiligten dabei wohlfühlen, entsteht leichter eine Verbindung zueinander und auch Zeit, um eine kleine Pause zu machen.
• Peinliches Schweigen vermeiden
Wenn sich zwei Menschen anschweigen, ist das schnell unangenehm. Denn es ist kein bewusstes Schweigen. Sondern ein Schweigen, bei dem niemand weiß, was er oder sie sagen soll. Mit Smalltalk vermeidest du diese peinliche Stille.
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11 wertvolle Tipps, um spielendleicht Smalltalk zu lernen
Bevor ich dir konkrete Themen und Fragen zeige, die sich für lockeren Smalltalk eignen, gebe ich dir 11 wertvolle Tipps. Sie sind quasi die Basis, um Smalltalk zu lernen und dann je nach Situation passende Themen und Fragen auszuwählen.
Noch ein Hinweis: Smalltalk hängt auch immer von deinem Gegenüber ab. Denn Kommunikation besteht immer aus einer sendenden und einer empfangenden Person. Wenn Smalltalk also mal gar nicht hinhaut, muss es nicht unbedingt an dir liegen.
Hier bekommst du 11 wertvolle Tipps, um Smalltalk zu lernen:
1. Smalltalk-Tipp: Sei zugewandt
Ein freundliches Lächeln und eine offene Körpersprache wirken einladend und machen dich sofort zugänglicher.
2. Smalltalk-Tipp: Sag den Namen
Sprich dein Gegenüber mit Namen an, wenn du diesen kennst. Das wirkt direkt verbindlicher und zeigt dein Interesse.
3. Smalltalk-Tipp: Sprich über einfache Themen
Wähle entspannte und verbindende Themen, die nicht polarisieren oder grenzwertig sind. Welche Themen sich für Smalltalk gut eignen, lernst du noch.
Hier sind schonmal die Klassiker:
- Wetter: „Ganz schön heiß heute, oder?“ oder: „Endlich scheint mal wieder die Sonne. Freust du dich auch auf den Frühling?“
- Umgebung: „Toller Veranstaltungsort, warst du schon mal hier?“ oder: „Wo hast du einen Parkplatz gefunden?“
- Anlass des Treffens: „Wen der Gastgeber:innen kennst du?“ oder: „Warum bist du hier?“
4. Smalltalk-Tipp: Stell offene Fragen
Fragen, die dein Gegenüber nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann, halten das Gespräch am Laufen und lassen Raum zum Erzählen.
Ein Beispiel: Statt „Bist du gut hierhin gekommen?“ fragst du: „Wie war deine Anfahrt?“
5. Smalltalk-Tipp: Zeig echtes Interesse
Zeig dich neugierig und interessiert an eurem Austausch. Das vermittelst du, indem du ab und zu nickst und gezielt Rückfragen stellst.
Ein Beispiel: „Du machst also Yoga. – Welche Art von Yoga magst du besonders gern?“
6. Smalltalk-Tipp: Mach (ehrliche) Komplimente
Mach deinem Gegenüber ein ehrliches Kompliment – zum Beispiel zur Kleidung oder Ausstrahlung – wenn du es ernst meinst und in dem Moment fühlst. Das kann ein schöner Gesprächseinstieg sein.
Ein Beispiel: „Das ist ja eine tolle Tasche. Woher hast du die?“
7. Smalltalk-Tipp: Gemeinsamkeiten finden
Suche nach Gemeinsamkeiten, über die ihr sprechen könnt. Das können Hobbys, der Wohnort oder der berufliche Hintergrund sein. Das macht den Austausch einfacher und schafft Verbindung.
Ein Beispiel: „Du kommst aus Köln? Da war ich letztes Jahr. Ich fand den Dom sehr beeindruckend. Lebst du direkt in der Stadt?“
8. Smalltalk-Tipp: Sei authentisch
Zeig dich echt und authentisch als die Person, die du bist. Es geht beim Smalltalk nicht darum, eine Rolle zu spielen.
9. Smalltalk-Tipp: Hör aktiv zu
Hör deinem Gegenüber aktiv und aufmerksam zu. Das schaffst du, wenn du mit deiner vollen Aufmerksamkeit da bist und dich nicht durch das Drumherum wie dein Handy oder andere Personen ablenken lässt.
10. Smalltalk-Tipp: Teil persönliche Anekdoten
Du wirkst nahbarer, wenn du etwas von dir preisgibst. Das kann eine kurze Erfahrung oder eine lustige Begegnung sein, die zum Thema passt.
11. Smalltalk-Tipp: Bleib positiv
Richte deinen Fokus während des Gesprächs auf das Positive und vermeide es, zu meckern oder etwas oder jemanden zu kritisieren.
Smalltalk lernen: 23 passende Themen & 13 Tabuthemen
„Ich weiß überhaupt nicht, worüber ich reden soll.“ – Die Frage nach dem Thema ist eine der größten Hürden beim Smalltalk. Was sagst du, wenn du mit jemandem locker ins Gespräch kommen willst?
Hier kann ich dich beruhigen: Du brauchst nichts Außergewöhnliches erlebt haben und musst auch nicht DAS Thema schlechthin finden. Beim Smalltalk geht es darum, mit jemandem in ein lockeres, ungezwungenes Gespräch zu kommen, um den anderen kennenzulernen.
Diese Tipps helfen dir, ein passendes Smalltalk-Thema zu finden:
• Ein Thema, das schon da ist.
Smalltalk ist die Lösung, wenn du nicht weißt, wie du ein Gespräch eröffnest. Denn es ist eine Brücke der Kommunikation. Und diese Brücke darf sich leicht anfühlen. Leicht, weil du irgendein „einfaches“ Thema aus deinem Alltag nimmst. Das, was dir am einfachsten über die Lippen geht und sowieso in deinem Kopf herumschwirrt. Eben ein Thema, das schon da ist.
• Es gibt schon viele Smalltalk-Themen in deinem Kopf.
Du denkst vielleicht, du müsstest nach einem Thema suchen, weil keins da ist. Doch das ist nicht so. In deinem Kopf sind tausende Themen. Du hast so viele Gedanken, die du die ganze Zeit denkst. Und genau einen dieser Gedanken greifst du in dem Moment auf.
Würdest du nach einem wahnsinnig tollen Thema suchen, hat das vermutlich nichts mehr mit Smalltalk zu tun. Dann würdest du einen wichtigen Schritt überspringen: Nämlich den des ersten Kennenlernens.
• Erlaub dir, locker mit entspannten Themen einzusteigen.
Nimm den Druck raus und erlaub dir, locker mit entspannten Themen einzusteigen. Vielleicht denkst du jetzt: Schön und gut, ich weiß trotzdem nicht, worüber ich reden soll? Dann bekommst du von mir noch eine Liste möglicher Smalltalk-Themen.
Achte beim Durchlesen der Themen darauf, wie präsent sie in deinem Leben sind: Worüber denkst du täglich nach? Was beschäftigt dich? Völlig egal, ob du das Thema gut oder schlecht findest. Fragst du dich vielleicht täglich, was du kochen kannst? Dann wäre das ein passendes Thema für den ersten Kontakt.
Was wäre, wenn du sicher vor Menschen sprichst und mit deiner Ausstrahlung begeisterst? Lade dir mein Hörbuch (0 Euro) herunter und erfahre in 3 Schritten, wie du deine einzigartige Persönlichkeit erkennst und dich mit deiner Kompetenz sichtbar machst.
Themen, die sich für Smalltalk eignen:
- Aktuelle Situation, Setting des Treffens, Veranstaltungsort
- Vortrag, Bühnenperformance etc.
- Anreise und Umgebung
- Wochenendpläne
- Komplimente
- Wetter und Jahreszeit
- Ausbildung, Beruf, Branche
- Bücher
- Filme
- Musik und Konzerte
- Kunst und Kultur
- Reisen und Urlaub
- Essen, Trinken und Kochen
- Hobbys und Interessen
- Sport und Freizeitaktivitäten
- Spaziergänge und Wandern
- Kleidung und Frisur
- Wohnort, Wohnung und Umzug
- Garten (Bepflanzung, Gemüseanbau)
- Haus (Einrichtung)
- Natur und Tiere
- Lebensstil und Einkaufen
- Lustige Anekdoten
Du merkst: Es gibt viele Themen, über die du mit anderen ins Gespräch kommen kannst. Ein paar Themen gibt es jedoch auch, die du beim Smalltalk vermeiden solltest. Denn sie passen nicht zu einem lockeren Gespräch.
Tabuthemen, die du beim Smalltalk vermeiden solltest:
- Herkunft
- Politik
- Religion
- Geld und Finanzen
- Krankheiten und Tod
- Persönliche Probleme
- Beziehungen und Partnerschaft
- Sexuelle Orientierung
- Gerüchte, Klatsch & Tratsch, Lästereien
- Diskriminierende Witze und Sarkasmus
- Ratschläge
- Kritik
- Rassismus und Diskriminierung
Smalltalk-Fragen, um ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben
„Was kann ich beim Smalltalk fragen? Mir fällt nichts ein.“ Vielleicht kennst du diesen Gedanken auch. Bevor ich dir verschiedene Fragen aufliste, lass uns nochmal vor Augen führen, welchen Zweck Fragen beim Smalltalk haben:
- Mit Fragen kannst du auf ein bestimmtes Thema hin- oder von einem Thema weglenken. – Je nachdem worüber du gerade sprechen möchtest.
- Fragen zeigen deinem Gegenüber, dass du interessiert bist.
- Fragen ermöglichen dir vor allem, den anderen Menschen kennenzulernen und darum geht`s beim Smalltalk.
Passende Smalltalk-Fragen zu den einzelnen Themen:
Fragen zur Veranstaltung und zum Ort:
„Woher kennst du … (die Gastgeber:innen, etc.)?“
„Wie hat dir die Präsentation gefallen?“
„Wie gefällt dir die Veranstaltung? Hier sind viel mehr Leute als ich dachte.“
„Weißt du, wann es weitergeht?“
Fragen zur Anreise und Unterkunft:
„Woher kommst du?“
„Wie bist du hierhergekommen?“
„Wie war deine Fahrt hierher?“
Fragen zum Beruf:
„Was machst du beruflich?“
„Bist du auch (Trainerin, Arzt, Informatikerin, Psychologe etc.)?“
„Wie lange bist du schon in dem Bereich tätig?“
Fragen zum Essen/Trinken:
„Möchtest du etwas trinken?“
„Kannst du etwas zu essen empfehlen?“
„Das sieht ja lecker aus. Was ist das?“
„Hast du schonmal den Salat probiert? Der schmeckt fantastisch.“
Fragen zum Wetter:
„Endlich ist es richtig kalt. Magst du auch die dunkle Jahreszeit?“
„Bist du auch in den starken Regen gekommen?“
Fragen zu Musik, Büchern, Hobbies:
„Welches Buch liest du gerade?“
„Machst du auch selbst Musik?“
„Welches Yoga machst du gerne?“
Smalltalk lernen – wertvolle Impulse für die 3 Phasen
Damit du noch mehr Klarheit hast, gebe ich dir für die 3 Phasen des Smalltalks wertvolle Impulse. Denn wie jedes Gespräch hat auch Smalltalk einen Anfang, eine Mitte und ein Ende.
1. Smalltalk anfangen
Bevor du den Smalltalk beginnst und über den Inhalt des Gesprächs nachdenkst, geh gedanklich nochmal einen Schritt zurück. Nutz die nonverbale Kommunikation, um den allerersten Kontakt aufzubauen.
Smalltalk beginnt mit nonverbaler Kommunikation
Das sind nicht deine Worte, sondern deine Körpersprache. Nutz sie bewusst, indem du offen auf dein Gegenüber zugehst, es direkt anschaust und dabei lächelst.
Erst dann beginnst du das Gespräch verbal mit einer Aussage oder Frage. Dazu hast du die Themenliste und meine Tipps.
2. Smalltalk führen
Du hast den Smalltalk begonnen und er ist in Gang gekommen. Doch kurze Zeit später entsteht ein unangenehmes Schweigen. Was jetzt? Es gibt ein paar Dinge, die du tun kannst.
Impulse, um Smalltalk am Laufen zu halten:
- Geh auf das Gesagte deines Gegenübers ein und stell gezielt Fragen. Das zeigt Interesse, kurbelt das Gespräch wieder an und gibt Raum zum Erzählen.
- Geh auf die Metaebene und sprich über die Kommunikation an sich.
Ein Beispiel: „Schon wieder reden wir übers Wetter. Ein typisches Smalltalk-Thema, obwohl es gar nicht spannend ist.“ Du sprichst aus, was gerade außerhalb der Inhaltsebene passiert. Das wirkt souverän und ist immer eine Möglichkeit, um unangenehme Pausen zu füllen.
3. Smalltalk beenden
Bevor ich dir Möglichkeiten zeige, wie du Smalltalk beendest, möchte ich dich daran erinnern: Smalltalk ist ein kleines, kurzes Gespräch. Deshalb darfst du Smalltalk auch nach kurzer Zeit wieder beenden. – Wenn du das möchtest oder bemerkst, dass dein Gegenüber kein Interesse hat.
Impulse, um Smalltalk zu beenden:
- Du möchtest noch andere Menschen kennenlernen.
Du bist auf einer Veranstaltung – egal ob eine Party, ein Geschäftsessen oder eine Hochzeit – und unterhältst dich mit jemandem. Du merkst, dass du das Gespräch beenden und noch andere Menschen kennenlernen willst. Dann sag: „Schön dich kennengelernt zu haben. Jetzt möchte ich mich gerne noch mit den anderen Teilnehmer:innen/Gästen unterhalten.“
- Du hast noch etwas vor.
Führst du mit jemanden Smalltalk und hast noch einen Termin oder möchtest etwas anderes machen, dann sag das freundlich und klar: „In 10 Minuten habe ich ein wichtiges Telefonat. Schön, dass wir uns unterhalten haben.“ Oder: „Ich möchte noch einen Spaziergang machen. Das war wirklich ein interessanter Austausch.“
- Du hast den Eindruck, dein Gegenüber hat kein Interesse.
Schaut dein Gegenüber ständig auf das Handy, stellt keine Fragen oder antwortet kurz, hat es wahrscheinlich kein Interesse am Smalltalk. Hier empfehle ich dir, deine Beobachtungen in Worte zu fassen.
Du sagst also so etwas wie: „Ich sehe, dass du immer wieder auf dein Handy schaust und kurz antwortest. Kann es sein, dass du dich nicht unterhalten möchtest? Das ist kein Problem für mich.“
Konkrete Aussagen, um Smalltalk zu beenden:
- „Vielen Dank für das Gespräch, ich hol mir noch was zu essen.“
- „Danke für das angenehme Gespräch. Ich schaue mal weiter, wer noch hier ist.“
- „Ich sehe gerade … (eine andere Person), die ich gerne noch begrüßen möchte. “
- „Was für ein tolles Gespräch. Ich würde gerne noch mit dir weitersprechen, doch ich muss noch…/möchte noch…“
- „Ich habe mich gefreut dich kennenzulernen.“
Fazit
Smalltalk empfinden viele Menschen als belangloses Gerede oder als etwas, das stört. Doch wenn du verstehst, dass Smalltalk eine Brücke der Kommunikation ist, mit der du Beziehungen aufbaust, festigst und Vertrauen schaffst, wird klar: Smalltalk hat genauso seine Berechtigung und seinen Wert wie tiefgründige Gespräche. Du musst einen Menschen erstmal kennenlernen, um diese reichhaltigen Gespräche führen zu können. Und Smalltalk ermöglicht dir genau das.
Mit meinen wertvollen Tipps und Impulsen fällt es dir in Zukunft hoffentlich leichter, Smalltalk als Türöffner zu sehen, um mit Menschen locker und ungezwungen in Verbindung zu gehen. Erzähl mir gerne in den Kommentaren, was deine Meinung zu Smalltalk ist.
FAQ – Häufige Fragen zu Smalltalk
Was ist Smalltalk?
Der Begriff Smalltalk kommt aus dem Englischen und kann mit „kleines Gespräch“ übersetzt werden. Es ist also ein lockeres, ungezwungenes und kurzes Gespräch über Alltägliches oder allgemeine Dinge.
Smalltalk führst du meistens mit Menschen, die du wenig oder gar nicht kennst. Du sprichst dabei eher umgangssprachlich und ohne formale Regeln.
Kann man Smalltalk lernen?
Ja, genauso wie du gute Gesprächsführung lernen kannst, kannst du auch erfolgreichen Smalltalk lernen. Und sogar so, dass du dich beim Smalltalk wohlfühlst und er dir leichtfällt. Meine 11 Tipps und passende Themen plus Fragen in diesem Artikel helfen dir genau dabei.
Was sind die wichtigsten Regeln beim Smalltalk?
Das Wichtigste beim Smalltalk ist, dass du dich echt und authentisch zeigst und Interesse an deinem Gegenüber hast. Neben Fragen zu geeigneten Smalltalk-Themen, solltest du vor allem eins: Aufmerksam zuhören und auf das Gesagte deines Gesprächspartners eingehen.
Was ist Smalltalk nicht?
Smalltalk ist kein sinnloses Gequatsche, das man im zwischenmenschlichen Zusammenleben streichen könnte. Es ist auch kein ausführliches und tiefgründiges Gespräch mit guten Freunden oder Bekannten. Sondern ein lockeres, ungezwungenes Gespräch über Alltägliches, das nur kurz dauert.
Welche Fehler sollte man beim Smalltalk vermeiden?
- Über stark polarisierende oder negative Themen wie Religion, Politik, Krankheiten etc. sprechen
- Desinteresse haben und vermitteln
- Schweigen oder zu lange Gesprächspausen machen
- Lästern, den anderen provozieren oder besserwisserisch sein
- Das Gespräch abrupt oder unfreundlich beenden





